Unser Wappen: Der Herbort von Fülme

Wappen Herbort von Fuelme

Der Herbord von Fülme

Ein Adels- oder Ministerialgeschlecht wird im Mittelalter auch in Fülme erwähnt. Bekanntester Spross dieses Geschlechtes ist Herbord von Fülme, zunächst Landdrost der Grafen von Schaumburg. Als Bruno von Schaumburg, nachgeborener Schauburger Grafensohn, im Jahre 1245 durch König Ottokar von Böhmen als Kolonisator und Bischof von Olmütz nach Mähren berufen wird, folgt ihm wenig später Herbord von Fülme. Er wird in Mähren Brunos einflussreichster und bedeutendster Ratgeber, erwirbt erheblichen Landbesitz in der Gegend nördlich von Jägerndorf, gründet mehrere Dörfer und setzt Siedler in dem noch menschenleeren Gebiet an. Mit Genehmigung Brunos baut er eine Burg, die neue Stammburg seines Geschlechts, die er nach seiner alten Heimat Fülmenstein (auch Füllstein) nennt. Die Bauern zur Besiedlung ihrer Gebiete ließen Bruno und seine Gefolgsleute aus ihrer Heimat, dem mittleren Wesertal, nachkommen. Besondere Werber, Lokatoren genannt, suchten siedlungswillige junge Leute aus der bäuerlichen Bevölkerung aus, stellten ganze Züge und Trecks in den Osten zusammen, organisierten und begleiteten sie.

Hier liegt wahrscheinlich der wahre geschichtliche Kern der Rattenfängersage: Landeskinder folgten Versprechungen und der Aussicht auf Erwerb von eigenen Höfen, sie zogen mit den Weibern in den weiten Osten und sahen ihre alte Heimat nie wieder.

In Fülme erinnert noch der Flurname „Edeling“ an den früheren Wohnsitz der Herren von Fülme. Außerdem tragen die Fülmer Schützen das Wappen derer von Fülme als Stickerei auf den Ärmeln ihrer Uniformröcke.

Zeichnung Wappen SV Fülme


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